Eine schöne Meldung kurz vor Weihnachten: Pascal Testroet wird Fußball-Profi!
Der 19-jährige hat am Sonntag seinen ersten Profivertrag bei Werder unterschrieben. Damit ist auch seine sportliche Zukunft vorerst geklärt, denn der neue Vertrag läuft bis 2012. Pascals alter Vertrag wäre im Juni 2010 ausgelaufen. In den letzten Wochen hatte sich dieser Schritt angedeutet, obwohl es auch Anzeichen für ein erneutes Interesse seines Ausbildungsvereins Schalke 04 gab. Auf dem Papier ist der nächste große Schritt in Pascals Karriere nun also getan – sportlich steht er ihm noch bevor. Das Debut in der Profimannschaft dürfte jedenfalls ganz weit oben auf seinem Wunschzettel stehen. Trotz des Zeitpunkt ist der neue Vertrag kein Weihnachtsgeschenk, sondern die Belohnung für starke Leistungen in der 3. Liga, wo Pascal weiterhin Werders bester Torschütze ist.
Ein Vertrauensbeweis von Trainer Michael Skibbe, der nach dem Spiel sagen wird, er würde nur Spieler bringen, von denen er der Meinung ist, dass sie der Mannschaft in der jeweiligen Situation helfen können. Marcel hatte das Vertrauen des Trainers in diesem Moment. Nicht viel Zeit, um die Nervosität abzulegen, aber auch keine Zeit, groß nachzudenken. Drei, vier Ballkontakte, eine gute Chance, dann war das Spiel auch schon vorbei.
Im Anschluss an das erste Training nach der Begegnung hatten wir die Möglichkeit, Marcel kurz zu seinen Eindrücken zu befragen.
Ein weiterer Schritt nach vorne ist getan. Wir drücken Marcel die Daumen, dass noch viele weitere folgen mögen.
Auch wenn Thomas Müller glücklicherweise um den ersten Länderspieleinsatz (oder die Nominierung) herum kam, ist das erste halbe Jahr als “echter” Profi beim FC Bayern sehr zufriedenstellend. Bei all dem Gejammer über die ersten Spiele unter dem neuen Trainer, bei all dem sportlichen Auf und Ab in den letzten Monaten, bei all den Tränen, die man Lucio und Ze Roberto zurecht nachweint: Man hätte wahrscheinlich ganz ohne Seilschaften aus dem Cafe King einiges Geld verdienen können, wenn man die Zahl der Einsätze der beiden hochgezogenen Jugendspieler Badstuber und Müller richtig getippt hätte. Nun ersetzt das erfolgreiche Integrieren der Nachwuchskräfte in die erste Mannschaft im Zweifelsfall nicht den sportlichen Erfolg, den die Bayern-Fans erwarten. Aber neben dem ganzen Getöse rund um Ulis Abschied, van Gaals Zoff mit Luca Toni oder Heimniederlagen gegen Bordeaux kann man auch einmal einen Moment innehalten und mit einem gewissen Respekt feststellen, dass ein Teil des Umbruchs, ein Teil der Verjüngung gelungen scheint.
Müller und Badstuber haben jetzt auf jeden Fall schon einmal das Gefühl gekostet, nicht nur “ganz nah dran” zu sein, sondern können sich zumindest für diese Hinserie als vollwertiger Teil der Mannschaft fühlen. Vielleicht hilft ihnen das, schwierige Zeiten, die kommen werden, zu überstehen. Vielleicht wechseln sie dann nicht wie Trochowski oder Misimovic entnervt einmal quer durchs Land um zu Nationalspielern zu werden. Und vielleicht bin ich dann bei dem nächsten öffentlichen Rumgemeine, wenn es um eine Nominierung für die Nationalmannschaft geht, nicht mehr so skeptisch wie noch jetzt. Denn natürlich sind die beiden als momentane Stammspieler beim FC Bayern logische Kandidaten für die Nationalelf. Der einzige Deutsche, der in jüngerer Vergangenheit eine Saison bei den Bayern durchgespielt hat und den trotzdem niemand im Nationalteam haben wollte, war wohl Christian Lell.
Natürlich heißt das nicht automatisch, dass Müller mit nach Südafrika fährt. So wie glücklicherweise sowieso noch relativ wenig “zwangsläufig” passiert im Fußball. Uns so kann man sich entspannt die mittlerweile 57-seitige Diskussion über den Marktwert bei transfermarkt.de reinziehen (ich tippe, mindestens 17 neue Seiten, falls Müller heute abend in Turin ein Tor schießt), selber ahnungslos sein, ob der Knabe noch spielt, wenn alle anderen Bayern-Stars fit sind und mit einem Schmunzeln zum letzten halben Jahr sagen: Vom Preis-Leistungsverhältnis war das mit Abstand der beste Bayern-Transfer diesen Sommer. Müllers neuer Stellenwert macht es zwar quasi aussichtslos, wie von den Frankfurtern oder Hamburgern hier vorgemacht, in einen persönlichen Kontakt mit ihm zu treten, aber das kann ich – ganz weihnachtlich – verzeihen.
Nach dem enttäuschenden 1:1 der U23 von Eintracht Frankfurt gegen die SG Sonnenhof Großasbach stand uns Marcel Titsch-Rivero, Jungprofi bei Eintracht Frankfurt, für ein kleines Interview zur Verfügung.
Damit es nicht im Twitter-Rauschen untergeht, hier noch einmal in Stein gemeißelt. Gleich (Donnerstag, 26.11. um 20:15 Uhr) bei 90elf: Richard Sukuta-Pasu befragt unter anderem von Catenaccio.
Am Samstag, den 21.11.09, war es dann soweit. Mario Götze feierte sein Bundesligadebüt! Wurde vor einer Woche noch gehofft, dass Mario mal ein paar Minuten bei den Amateuren bekommt, kam es nun ganz schnell. Jürgen Klopp ließ Mario Götze 20:07 Uhr zu sich kommen, wies ihn kurz in seine Aufgaben ein und brachte ihn dann um 20:12 Uhr in der 88. Minute für Jakub Blaszczykowski. Unglaublich, dass der erst 17-jährige seinen ersten Bundesligaeinsatz bekam, zumal die A-Jugend im Spitzenspiel gegen die Werkself aus Leverkusen ran musste.
Also vielleicht bekommt er ja demnächst wieder die Chance sich in der Bundesliga zu behaupten und dann vielleicht ein paar Minuten länger.
Zur Vorgeschichte …
Mario kam ja etwas enttäuscht aus Nigeria zurück und musste an dem Wochenende nach seiner Ankunft in Dortmund wieder in der Bundesliga West der U-19 Junioren ran. Der Gegner hieß Duisburg und wurde mit 8:1 geschlagen. Mario Götze spielte eine gewohnt starke Partie bereitete viele Offensivaktionen vor und schoss selbst das 7:1. Nebenbei stieg er auch wieder ins Profitraining mit ein.
Dann die Woche vor dem Spiel gegen Klopps ehemalige Mannschaft aus der Domstadt. Als der Kader fürs Spiel bekannt gegeben wurde, war er wohl sehr erfreut, dass er auf dem Zettel stand und mit in den Signal Iduna Park durfte. Wie oben erwähnt, schnupperte er die heiße Luft der Südtribüne und hatte sicher das ein oder andere Mal Gänsehaut …
Sicher war sein Einsatz bedingt und begünstigt durch die Verletzungssorgen beim BVB, denn mit Hajnal, Tinga, Dede und Kehl fehlen wichtige Offensivakteure bei den Schwarz-Gelben. Da sie auch noch weiterhin fehlen werden, ist es recht wahrscheinlich dass der BVB-Youngstar noch die ein oder andere Minute im Profiteam bekommt. Und da ist es auch zu verkraften, dass seine Jungs gegen Leverkusen mit 3:0 verloren. Sicherlich ist es Mario wichtig sich im Nachwuchs vielleicht mit einem Titel zu verabschieden. Aber der erste Bundesligaeinsatz ist dann doch noch etwas ganz Besonderes.
Am Dienstag, den 17.11. waren einige 18mal18 Autoren bei 90elf in der Sendung Bolzplatz zu Gast und plauderten aus dem höchst kompetenten Nähkästchen. Und dank der Unterstützung von 90elf und Alexander Ibenhain kann man das Gesagte hier noch einmal nachhören.
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Das Ausrufezeichen ist ein Satzzeichen, das nach Ausrufe-, Wunsch- und Aufforderungssätzen sowie nach Ausrufewörtern und nach bedingten indirekten Fragen (Irrealis) steht. Gemeinhin setzt man ein Ausrufezeichen schlichtweg um etwas zu betonen. Richard Sukuta-Pasu betonte zum Beispiel am Wochenende, dass er Stürmer ist und durchaus weiß, wo das Tor steht. Es war zwar nur die zweite Mannschaft von Bayer Leverkusen und es war zwar nur die Regionalliga, aber obacht. Sukuta-Pasu benötigte ganze 22 Minuten Spielzeit um zwei Tore gegen den Spitzenreiter aus Lotte zu erzielen.
In der 68.Minute wurde das Nachwuchstalent eingewechselt und kurz vor Ende der Partie präsentierte der U21-Nationalspieler, der erst letzte Woche beim Quali-Spiel gegen San Marino traf, nochmal seine Stärken bei Kontern und im Strafraum, mit einem Doppelpack. Noch immer hofft Sukuta-Pasu noch einmal im Profikader eingesetzt zu werden, doch die Sturmformation des Tabellenführers der Bundesliga steht wie in Stein gemeißelt. Man darf gespannt sein, was der Winter für ihn bringt.
Gestern fand beim 1. FC Köln die Mitgliederversammlung statt. Neben der Wiederwahl von Präsident Wolfgang Overath und anderen Themen, die die Fans bewegen (wie z.B. ein Nichtrauchergesetz im Stadion), setzte sich der alte und neue Präsident mit seiner Rede an die Mitglieder auch für die Förderung des FC-Nachwuchses ein. “Wir sollten unsere 17- bis 18-Jährigen spielen lassen, sobald wir die Abstiegszone verlassen haben”, erklärte Overath und ergänzte unter dem Applaus der Zuhörer: „Wir müssen eigene Spieler rausbringen. Wir sind nicht Bayern München und haben auch kein Werk im Rücken wie ein Verein hier aus der Nachbarschaft.”
Dass der Präsident damit wohl auch auf Bienvenue Basala-Mazana anspielte, dürfte klar sein. Zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Reinhold Yabo gilt der 17-jährige Rechtsverteidiger häufig als Paradebeispiel für die erfolgreiche Kölner Nachwuchsarbeit. Nach der Teilnahme an der U17-Weltmeisterschaft durfte sich “Ben” aber zunächst eine Woche Sonderurlaub gönnen, bevor er sich über die A-Jugend für höhere Aufgaben empfehlen kann (er kam 72 Minuten beim 5:1-Sieg gegen Ahlen zum Einsatz). Doch zunächst müssen die etablierten Kollegen im Profikader mit guten Ergebnissen dafür sorgen, dass der FC wieder in ruhigere Fahrwasser gerät und damit der Weg für das ein oder andere Bundesligadebüt eines Nachwuchsspielers möglich wird.
Finanzkräftigere Teams kaufen Talente ein, der FC möchte eigene Spieler rausbringen.
Seit 18mal18 den jungen Marco Terrazzino zuletzt besuchte, hat sich an seiner Situation nicht viel verändert. Zwei weitere Erstligaeinsätze stehen zu Buche, bei einem davon, am achten Spieltag gegen Mainz 05, konnte er seinen ersten Scorerpunkt verbuchen. Nach einer Ecke in der 87. Minute gelangte der Ball zu Terrazzino, der ihn kurz zurücklegte, Ibertsberger traf mit einem Sonntagsschuss aus 20 Metern zum letztlich irrelevanten Anschlusstreffer.
Man wäre versucht, das als weiteren Durchbruch zu verkaufen, aber es war nicht mehr als die Annahme und der folgende sichere Kurzpass, die ihm diesen Assist zusprachen. Nach diesem Spiel kam er nur noch einmal zum Einsatz, am zehnten Spieltag wenige Minuten vor dem Ende beim Spielstand von 3:0 für Hoffenheim.
Ganze 20 Bundesligaminuten sind es also bislang in dieser Saison, nicht gerade viel. Allerdings ist es natürlich auch schwer. Im Zuge der neuerlichen Verletzung Demba Bas spielte sich plötzlich Maicosuel in den Vordergrund, der immerhin über 4 Millionen Euro Ablöse gekostet hat. Ibisevic und Obasi sind ohnehin gesetzt. Viel Raum bleibt da nicht für einen Jungen, der noch so viel Zeit hat.
Allerdings kommt Terrazzino auch in der U23 nicht zum Zug, wo er sich gegen Vereine wie Kirchheim/Teck, Astoria Walldorf und den 1. FC Normannia Gmünd Spielpraxis holen könnte. Man muss es so sehen: Derzeit steht die Entwicklung für Terrazzino still. Am morgigen 18. November steht er im Aufgebot der deutschen U19-Nationalmannschaft gegen Schottland. Dort ist er der einzige Spieler mit nennenswerter Erstligaerfahrung, den größten Namen im Team trägt Felix Kroos bislang auch nur wegen seines Bruders Toni. Vielleicht ist dies die Chance, auf sich aufmerksam zu machen.
18mal18 ist ein Gemeinschaftsprojekt von Sportbloggern. Über eine Saison wird aus jedem der 18 Bundesligateams ein idealerweise 18-jähriger Nachwuchsspieler von einem Paten begleitet. Die Autoren kommen aus dem ganzen Land und haben meist eine besondere Beziehung zu Verein und Spieler. Mehr Informationen gibt es hier.
MeineSaison: Doch keine Kreuzband-OP bei Pascal Testroet, Kreuzband ist "nur" eingerissen, ca. 8 Wochen Pause,Saison ist damit für ihn gelaufen. #18mal1803.03.2010
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