„Kein Werk im Rücken“

Gestern fand beim 1. FC Köln die Mitgliederversammlung statt. Neben der Wiederwahl von Präsident Wolfgang Overath und anderen Themen, die die Fans bewegen (wie z.B. ein Nichtrauchergesetz im Stadion), setzte sich der alte und neue Präsident mit seiner Rede an die Mitglieder auch für die  Förderung des FC-Nachwuchses ein. “Wir sollten unsere 17- bis 18-Jährigen spielen lassen, sobald wir die Abstiegszone verlassen haben”, erklärte Overath und ergänzte unter dem Applaus der Zuhörer: „Wir müssen eigene Spieler rausbringen. Wir sind nicht Bayern München und haben auch kein Werk im Rücken wie ein Verein hier aus der Nachbarschaft.”

Dass der Präsident damit wohl auch auf Bienvenue Basala-Mazana anspielte, dürfte klar sein. Zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Reinhold Yabo gilt der 17-jährige Rechtsverteidiger häufig als Paradebeispiel für die erfolgreiche Kölner Nachwuchsarbeit. Nach der Teilnahme an der U17-Weltmeisterschaft durfte sich “Ben” aber zunächst eine Woche Sonderurlaub gönnen, bevor er sich über die A-Jugend  für höhere Aufgaben empfehlen kann (er kam 72 Minuten beim 5:1-Sieg gegen Ahlen zum Einsatz). Doch zunächst müssen die etablierten Kollegen im Profikader mit guten Ergebnissen dafür sorgen, dass der FC wieder in ruhigere Fahrwasser gerät und damit der Weg für das ein oder andere Bundesligadebüt eines Nachwuchsspielers möglich wird.

Finanzkräftigere Teams kaufen Talente ein, der FC möchte eigene Spieler rausbringen.

Finanzkräftigere Teams kaufen Talente ein, der FC möchte eigene Spieler rausbringen.

(Text: effzeh., Foto: Andreas Schwartmann)

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