Monatsarchiv für November, 2009

Programmhinweis

Damit es nicht im Twitter-Rauschen untergeht, hier noch einmal in Stein gemeißelt. Gleich (Donnerstag, 26.11. um 20:15 Uhr) bei 90elf: Richard Sukuta-Pasu befragt unter anderem von Catenaccio.

Sowas kommt von sowas – schneller als man denkt …

Am Samstag, den 21.11.09, war es dann soweit. Mario Götze feierte sein Bundesligadebüt! Wurde vor einer Woche noch gehofft, dass Mario mal ein paar Minuten bei den Amateuren bekommt, kam es nun ganz schnell. Jürgen Klopp ließ Mario Götze 20:07 Uhr zu sich kommen, wies ihn kurz in seine Aufgaben ein und brachte ihn dann um 20:12 Uhr in der 88. Minute für Jakub Blaszczykowski. Unglaublich, dass der erst 17-jährige seinen ersten Bundesligaeinsatz bekam, zumal die A-Jugend im Spitzenspiel gegen die Werkself aus Leverkusen ran musste.
Also vielleicht bekommt er ja demnächst wieder die Chance sich in der Bundesliga zu behaupten und dann vielleicht ein paar Minuten länger.

Zur Vorgeschichte …

Mario kam ja etwas enttäuscht aus Nigeria zurück und musste an dem Wochenende nach seiner Ankunft in Dortmund wieder in der Bundesliga West der U-19 Junioren ran. Der Gegner hieß Duisburg und wurde mit 8:1 geschlagen. Mario Götze spielte eine gewohnt starke Partie bereitete viele Offensivaktionen vor und schoss selbst das 7:1. Nebenbei stieg er auch wieder ins Profitraining mit ein.

Dann die Woche vor dem Spiel gegen Klopps ehemalige Mannschaft aus der Domstadt. Als der Kader fürs Spiel bekannt gegeben wurde, war er wohl sehr erfreut, dass er auf dem Zettel stand und mit in den Signal Iduna Park durfte. Wie oben erwähnt, schnupperte er die heiße Luft der Südtribüne und hatte sicher das ein oder andere Mal Gänsehaut …

Sicher war sein Einsatz bedingt und begünstigt durch die Verletzungssorgen beim BVB, denn mit Hajnal, Tinga, Dede und Kehl fehlen wichtige Offensivakteure bei den Schwarz-Gelben. Da sie auch noch weiterhin fehlen werden, ist es recht wahrscheinlich dass der BVB-Youngstar noch die ein oder andere Minute im Profiteam bekommt. Und da ist es auch zu verkraften,  dass seine Jungs gegen Leverkusen mit 3:0 verloren. Sicherlich ist es Mario wichtig sich im Nachwuchs vielleicht mit einem Titel zu verabschieden. Aber der erste Bundesligaeinsatz ist dann doch noch etwas ganz Besonderes.

18mal18 bei 90elf

Am Dienstag, den 17.11. waren einige 18mal18 Autoren bei 90elf in der Sendung Bolzplatz zu Gast und plauderten aus dem höchst kompetenten Nähkästchen. Und dank der Unterstützung von 90elf und Alexander Ibenhain kann man das Gesagte hier noch einmal nachhören.

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heinzkamke über das Projekt

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heinzkamke über Sebastian Rudy

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Jens Peters (catenaccio) über Richard Sukuta-Pasu

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Jens Peters (catenaccio) über Bayer Leverkusen

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Arne über Mario Götze

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Tobias Singer über Pascal Testroet

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Axel Hoffman über Marcel Titsch-Rivero

Alle Tracks mit freundlicher Genehmigung von
90elf

Ausrufezeichen!

Das Ausrufezeichen ist ein Satzzeichen, das nach Ausrufe-, Wunsch- und Aufforderungssätzen sowie nach Ausrufewörtern und nach bedingten indirekten Fragen (Irrealis) steht. Gemeinhin setzt man ein Ausrufezeichen schlichtweg um etwas zu betonen. Richard Sukuta-Pasu betonte zum Beispiel am Wochenende, dass er Stürmer ist und durchaus weiß, wo das Tor steht. Es war zwar nur die zweite Mannschaft von Bayer Leverkusen und es war zwar nur die Regionalliga, aber obacht. Sukuta-Pasu benötigte ganze 22 Minuten Spielzeit um zwei Tore gegen den Spitzenreiter aus Lotte zu erzielen.

In der 68.Minute wurde das Nachwuchstalent eingewechselt und kurz vor Ende der Partie präsentierte der U21-Nationalspieler, der erst letzte Woche beim Quali-Spiel gegen San Marino traf, nochmal seine Stärken bei Kontern und im Strafraum, mit einem Doppelpack. Noch immer hofft Sukuta-Pasu noch einmal im Profikader eingesetzt zu werden, doch die Sturmformation des Tabellenführers der Bundesliga steht wie in Stein gemeißelt. Man darf gespannt sein, was der Winter für ihn bringt.

„Kein Werk im Rücken“

Gestern fand beim 1. FC Köln die Mitgliederversammlung statt. Neben der Wiederwahl von Präsident Wolfgang Overath und anderen Themen, die die Fans bewegen (wie z.B. ein Nichtrauchergesetz im Stadion), setzte sich der alte und neue Präsident mit seiner Rede an die Mitglieder auch für die  Förderung des FC-Nachwuchses ein. “Wir sollten unsere 17- bis 18-Jährigen spielen lassen, sobald wir die Abstiegszone verlassen haben”, erklärte Overath und ergänzte unter dem Applaus der Zuhörer: „Wir müssen eigene Spieler rausbringen. Wir sind nicht Bayern München und haben auch kein Werk im Rücken wie ein Verein hier aus der Nachbarschaft.”

Dass der Präsident damit wohl auch auf Bienvenue Basala-Mazana anspielte, dürfte klar sein. Zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Reinhold Yabo gilt der 17-jährige Rechtsverteidiger häufig als Paradebeispiel für die erfolgreiche Kölner Nachwuchsarbeit. Nach der Teilnahme an der U17-Weltmeisterschaft durfte sich “Ben” aber zunächst eine Woche Sonderurlaub gönnen, bevor er sich über die A-Jugend  für höhere Aufgaben empfehlen kann (er kam 72 Minuten beim 5:1-Sieg gegen Ahlen zum Einsatz). Doch zunächst müssen die etablierten Kollegen im Profikader mit guten Ergebnissen dafür sorgen, dass der FC wieder in ruhigere Fahrwasser gerät und damit der Weg für das ein oder andere Bundesligadebüt eines Nachwuchsspielers möglich wird.

Finanzkräftigere Teams kaufen Talente ein, der FC möchte eigene Spieler rausbringen.

Finanzkräftigere Teams kaufen Talente ein, der FC möchte eigene Spieler rausbringen.

(Text: effzeh., Foto: Andreas Schwartmann)

Neues vom Trrickzzer

Seit 18mal18 den jungen Marco Terrazzino zuletzt besuchte, hat sich an seiner Situation nicht viel verändert. Zwei weitere Erstligaeinsätze stehen zu Buche, bei einem davon, am achten Spieltag gegen Mainz 05, konnte er seinen ersten Scorerpunkt verbuchen. Nach einer Ecke in der 87. Minute gelangte der Ball zu Terrazzino, der ihn kurz zurücklegte, Ibertsberger traf mit einem Sonntagsschuss aus 20 Metern zum letztlich irrelevanten Anschlusstreffer.

Man wäre versucht, das als weiteren Durchbruch zu verkaufen, aber es war nicht mehr als die Annahme und der folgende sichere Kurzpass, die ihm diesen Assist zusprachen. Nach diesem Spiel kam er nur noch einmal zum Einsatz, am zehnten Spieltag wenige Minuten vor dem Ende beim Spielstand von 3:0 für Hoffenheim.

Ganze 20 Bundesligaminuten sind es also bislang in dieser Saison, nicht gerade viel. Allerdings ist es natürlich auch schwer. Im Zuge der neuerlichen Verletzung Demba Bas spielte sich plötzlich Maicosuel in den Vordergrund, der immerhin über 4 Millionen Euro Ablöse gekostet hat. Ibisevic und Obasi sind ohnehin gesetzt. Viel Raum bleibt da nicht für einen Jungen, der noch so viel Zeit hat.

Allerdings kommt Terrazzino auch in der U23 nicht zum Zug, wo er sich gegen Vereine wie Kirchheim/Teck, Astoria Walldorf und den 1. FC Normannia Gmünd Spielpraxis holen könnte. Man muss es so sehen: Derzeit steht die Entwicklung für Terrazzino still. Am morgigen 18. November steht er im Aufgebot der deutschen U19-Nationalmannschaft gegen Schottland. Dort ist er der einzige Spieler mit nennenswerter Erstligaerfahrung, den größten Namen im Team trägt Felix Kroos bislang auch nur wegen seines Bruders Toni. Vielleicht ist dies die Chance, auf sich aufmerksam zu machen.

Bolzplatz oder Stadio Olimpico? Beides! [Programmhinweis]

Heute abend (20.30 Uhr) spielt die deutsche U21 im Stadio Olimpico di Serravalle gegen San Marino ihr erstes “Quali-Endspiel”. Mit von der Partie sind die 18mal18-Protagonisten Richard Sukuta-Pasu, Thomas Müller und Sebastian Rudy (zudem hoffe ich, dass demnächst jemand über den Mainzer André Schürrle schreibt).

Parallel dazu (ab 20 Uhr) wird 18mal18 auf dem 90elf Bolzplatz vorgestellt:

Das Hauptthema der Sendung ist das Blogprojekt “18mal18″, Deutschlands erstes Blogger-Netzwerk über Fußball.

18mal18 ist ein Experiment. 18 Autoren widmen sich je einem 18-jährigem Nachwuchsspieler aus einem der 18 Bundesligavereine. Die Autoren adoptieren den hoffnungsvollen Jungprofi für ein Jahr und begleiten ihn auf dem Weg vom Talent zum etabliertem Bundesligaprofi oder beim Zerplatzen der großen Träume.”

So beschreibt Robert vom liga.parkdrei.de Blog das Projekt “18mal18″ und auch wenn bisher noch nicht alle Vereine abgedeckt werden konnte, verspricht es interessante Einblicke in den Spieleralltag. Zu Gast im Studio haben wir zu diesem Thema Autoren des Projekts und sprechen über Ihre Eindrücke und erfragen die ein oder andere Anekdote.

Es dürfte durchaus möglich sein, gleichzeitig Fußball zu schauen (wo auch immer) und zu hören, oder?

In eigener Sache: Programmhinweis

Heute abend widmet sich das Fußballradio 90elf in seiner Sendung Bolzplatz ab 20 Uhr unter anderem unserem Projekt 18mal18 und wird auch einige der beteiligten Autoren zu Wort kommen lassen.

Etwas mehr zum Kontext gibt’s in der 90elf-Ankündigung.

(Aus aktuellem Anlass hat sich das erledigt. Ist auch nicht angebracht, dann munter zu plaudern. Robert Enke ist laut Medienberichten verstorben.)

Ballpodder Podcast

nedfuller und Catenaccio sprechen mit Jürgen Kalwa (American Arena) im sowieso sehr empfehlenswerten Ballpodder-Podcast diesmal unter anderem über 18mal18 und “ihre” Spieler. Außerdem äußert sich hier Trainer Baade erstmals öffentlich zum Fall “Jako vs. Trainer Baade”.

Ballpodder Podcast 7 Catenaccio Nedfuller Trainer Baade by jkalwa

Kommentare zwecks Bündelung bitte in der virtuellen Heimat des Projektes – bei probek – abgeben.

Toni Kroos: Hier spricht der Wunderknabe

Das ist die Schlagzeile, mit der der Kicker seine aktuelle Ausgabe auf der Webseite bewirbt – und die mir nachhaltig den Tag versaut hat.

kicker_kroos

Toni Kroos – eine Zeitlang und vielleicht bald wieder “the next wunderkind” in Fußballdeutschland – ist zwar nicht direkt Gegenstand der Berichterstattung hier, aber da das leider exemplarisch ist, gehört es auch hier hin. Sagt mal, Ihr in Nürnberg, geht’s noch? Schaut doch mal bei Catenaccio nach, schaut doch mal in Euren eigenen Artikeln nach. Es ist ja schön, dass es ein großes Interview gibt, aber nur weil Kroos am Wochenende mal mit Wumms und Technik ein schickes Tor macht, ist er jetzt wieder der Wunderknabe? Nachdem einige schon an seiner Bundesligatauglichkeit zweifelten? Und in zwei Wochen wird sich darüber gewundert, dass er immer noch nicht Messi ist, dass Mama Hoeneß wieder mit hochrotem Kopf durch irgendwelche Mixed-Zones rennt, um seine Küken zu schützen oder es wird ganz locker aus der Hüfte der nächste begabte 19-Jährige als Wunderknabe bezeichnet. (Ist man als 19-Jähriger eigentlich überhaubt noch “Knabe“?) Man kann ja solche Überschriften bringen, dann soll man aber bitte nicht an anderer Stelle den Wächter auf dem Pfad der Tugend – sei immer brav, strebsam und lasse Dir den Erfolg nicht zu Kopf steigen – markieren.

Ich habe jedenfalls überhaupt keine Lust, nach so einem Teaser, den Kram überhaupt zu lesen. Und ja, ich weiß, dass sich das nicht gehört, über etwas zu schreiben, was man nicht gelesen hat, aber allein solche Schlagzeilen machen mich mürbe.