Monatsarchiv für September, 2009

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Die Nummer 36 – jetzt Profi

„Nein, ich bin überhaupt nicht zufrieden. Ich rege mich tierisch drüber auf, dass wir den Ausgleich durch so eine blöde Standardsituation fangen. Ich wollte das Spiel unbedingt gewinnen“ Marcel Titsch-Rivero ist Minuten nach dem Abpfiff der Partie zwischen der U23 von Eintracht Frankfurt und SSV Reutlingen in der Regionalliga Süd (Endstand 1:1) sichtlich angefressen.

An ihm lag’s nicht, dass die Eintracht trotz des Einsatzes mehrerer Spieler aus dem Profikader am Ende mit nur einem Punkt dastand. Unter den Augen von Chefcoach Michael Skibbe spielte Marcel solide und räumte vor der Abwehr fast alles ab, was von den Schwaben zentral an Angriffen vorgetragen wurde. „Ich kann mehr, aber durch die Aufstellung mit drei Spitzen und solch offensiven Leuten wie Korkmaz, Toski und Heller musste ich weiter hinten spielen als mir lieb ist“, gab der Mittelfeldmann der Eintracht nach der Begegnung zu Protokoll.

Marcel Titsch-Rivero im Spiel gegen Reutlingen. Foto: Stefan Krieger

Auch dass vor kurzem der Abschluss seines ersten Profivertrages offiziell bekannt gegeben wurde, konnte Titsch-Rivero direkt nach der Partie nicht beruhigen: „Ich bin froh und stolz, dass das jetzt publik gemacht worden ist. Für mich ist das eine Riesensache. Aber das Spiel heute hätte ich trotzdem gerne gewonnen. Im Moment bin ich ein wenig enttäuscht“.

Sprach’s, winkte den Fans zu und verschwand in der Kabine. Ein Profi muss Ehrgeiz haben, auch wenn er in der zweiten Mannschaft eingesetzt wird. Und Marcel Titsch-Rivero ist seit dieser Woche offiziell Profi beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt; der Vertrag endet 2012.

Saisonbilanz bisher. Sechs von sechs möglichen Einsätzen in der U23, alle über 90 Minuten dazu kommt ein Treffer, erzielt zum zwischenzeitlichen Ausgleich beim 3:1 Auswärtssieg in Alzenau. Seit fünf Spielen ist sein Team jetzt ungeschlagen und nun steht die Partie bei Hessen Kassel bevor. Ein weiterer Härtetest steht an – für die U23, aber auch für Marcel, der bei den Profis das Trikot mit der Rückennummer 36 erhielt.

(Text: Axel Hoffmann und Stefan Krieger)

Thomas Müller betritt die große Bühne

Nach dem ersten Tor in einem Pflichtspiel – letzte Saison in der Champions-League – macht Thomas Müller nun die ersten beiden Treffer in der Bundesliga. Vom Kicker wurde er mit einer 1,5 und als Mann des Spiels ausgezeichnet. Und zu seinem Geburtstag letzten Sonntag hat der nun 20-jährige das erste große Scheinwerferlicht geschenkt bekommen.

Nach seinen fünf Einsätzen in den fünf ersten Spielen ist Müller jetzt aus der gemütlichen Nische des Talentes, was mittrainiert, immer mal eingewechselt wird und nicht weiter auffällt in den Fokus gerückt. Jetzt kommen eigene Ansprüche, die Öffentlichkeit und das Umfeld, was normalerweise eher zur Eile und nicht zur Ruhe mahnt.

Das ist schön, macht seinen Weg nicht leichter, aber unheimlich spannend. Die wichtigen Fragen bringt RealityCheck treffend auf den Punkt.

Doch wo endet nun diese Reise? Wird sich Thomas Müller, nach Phillipp Lahm und Bastian Schweinsteiger (zusammen mit Holger Badstuber) als nächster Nachwuchsmann dauerhaft in die erste Elf spielen? Oder droht ihm das Los der one hit wonder, die nach einer guten Startphase vergessen und schlussendlich ihr Glück in Hamburg, Wolfsburg und anderen Orten suchen und finden?

Auf jeden Fall kein schlechter Start in die erste Saison als vollwertiges Mitglied der Profi-Mannschaft.

[update] Und alles oben Geschriebene kann nach den zwei Toren im ersten Champions-League-Spiel der neuen Saison noch einmal bedingungslos unterstrichen werden.

Muskelfaserriss beim Dortmunder Talent

Vorweg erst einmal die sportlichen Infos zum Geschehen in der Bundesliga West der A-Jugendlichen. Wieder schafften es die Youngstars aus Dortmund einen Dreier einzufahren. Im fünften Spiel der laufenden Saison wurde mit einem 2:1 Sieg gegen Bielefeld am 13.09.2009 die Vorherrschaft in der Bundesliga bestätigt. Und nicht nur die, sondern auch die gute Arbeit von U-19 Trainer Hyballa. Mario ist also in guten Händen.

Doch für meinen Paten gab es trotz der sportlichen Erfolge einen herben Rückschlag. Mario Götze wird wohl länger fehlen, und das ausgerechnet in einer so wichtigen Saison wie dieser. Er laboriert nun schon drei Wochen an einem Muskelfaserriss.
Das Problem dabei ist ganz einfach sein Alter. Als 17-jähriger steht man nämlich kurz vorm Sprung zum Männerspieler. Doch wer nicht spielt kann auch nicht auffallen. Und wer nicht auffällt bekommt auch keine, wie soll es anders sein, Chance im Amatuerteam und schon gar nicht im Profiteam. Mario könnte jetzt erstmals schmerzhaft feststellen wie hart das Profigeschäft ist.

Eigentlich bin ich ganz zuversichtlich, doch der Sachverstand ruft viele kleine Geschichten ins Bewusstsein, die einem vor Augen führen, das Verletzungsanfälligkeit ein großes Problem darstellt.
Ist Mario nun einer von den verletzungsanfälligeren Spielern, könnte die Karierre schneller vorbei sein als man denkt.

Der Ehrgeiz Marios ist jedoch eine gute Vorraussetzung, um verlorene Fitness und Spielpraxis schnell wieder herzustellen. Und ich bin fest überzeugt, dass er dieses Jahr noch ein paar sportliche Ausrufezeichen setzen kann. Ich wünsche ihm schnelle Genesung und hoffe schnellstens eine erfreuliche Botschaft in Sachen Dortmunder Talentschmiede vermelden zu können.

Basala-Mazana: Vier Teams, ein Ziel

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Über zu wenig Spielpraxis kann sich Bienvenue Basala-Mazana in letzter Zeit wahrlich nicht beklagen. Denn der 17-Jährige kam in den vergangenen Wochen gleich in drei (!) verschiedenen Nachwuchsmannschaften des 1. FC Köln zum Einsatz. Und auch in der deutschen U18-Juniorennationalmannschaft hat der U17-Europameister bereits sein Debüt gefeiert.

Aber immer der Reihe nach: Zunächst stand Basala-Mazana, wie berichtet, häufig in der Startaufstellung der U23-Mannschaft des 1. FC Köln, wo er mit anständigen Leistungen zum guten Saisonstart des Teams beitrug. Auch wenn es natürlich nicht nur Siege bisher gab, folgerte der Kölner Stadtanzeiger bereits:

(…) Weniger Probleme hat der Coach im Defensivbereich wo sich die Viererkette mit den beiden neuen Außenverteidigern Stephan Salger (19) und Bienvenue Basala-Mazana (17) gut eingespielt hat. (…)

Neben den Einsätzen beim älteren Jahrgang der U23 wurde Basala-Mazana aber auch in der U19 des Klubs eingesetzt. Dort gelang ihm mit seinen Mannschaftskollegen zuletzt das, was den Profis des FC nicht vergönnt war: ein Heimsieg gegen den FC Schalke 04. Am gestrigen Sonntag wurden die königsblauen Nachwuchskicker mit 5:1 nach Hause geschickt, “Ben” spielte über die volle Distanz wie gewohnt als rechter Verteidiger. Wer jetzt aber denkt, mit den Einsätzen bei der U23 und der U19 des 1. FC Köln wäre Bienvenue Basala-Mazana bereits vollbeschäftigt, der sieht sich nicht bestätigt. Denn da gibt es auch noch die “Stollenwerk-Elf”. Stollenwerk, was? FC-Präsident Wolfgang Overath erklärte dazu zum Jahresende 2008:

(…) “Stollenwerk-Elf’ ist der Arbeitstitel für eine Mannschaft, die wir ins Leben rufen wollen. So etwas gab es schon mal ab den 60er Jahren und das Team wurde damals von unserem ehemaligen Spieler ‘Schorsch’ Stollenwerk betreut. Es geht darum, jungen Spielern und Spielern, die nach Verletzungen wieder Anschluss suchen, zu mehr Spielpraxis zu verhelfen. Wir haben sehr viele junge Spieler und ich weiß noch aus meiner aktiven Zeit, dass es sehr schwer ist, sich nur im Training nach vorne zu arbeiten und zu präsentieren.” (…)

Und eben diese “Stollenwerk-Elf” hatte in diesem Jahr bereits ihre Auftritte. Basala-Mazana stand beim Debüt der neugegründeten Mannschaft gegen die SpVg. Porz (10:0) am 25. August in der Startaufstellung, spielte über 90 Minuten und erzielte einen Treffer. Eine Woche vorher, am 19. August, debütierte er bereits in der deutschen U18-Nationalmannschaft, wo er ebenfalls als rechter Verteidiger über die komplette Spielzeit sein Können zeigen und gegen das U19-Nationalteam von Saudi-Arabien einen 3:0-Sieg bejubeln konnte.

Spielpraxis ist für Bienvenue Basala-Mazana momentan also das Nonplusultra. Denn die Einsätze in den verschiedenen Teams dienen doch nur dem einen Ziel: Profi beim 1. FC Köln zu werden.

(Foto: Andreas Schwartmann)

Die Medaillengewinner

Vor wenigen Tagen hat der DFB die diesjährigen Fritz-Walter-Medaillen an die Nachwuchsspielerinnen und -spieler des Jahres verliehen. Die Medaille wird seit 2005 in Gold, Silber und Bronze in den drei Altersklassen U17, U18, und U19 sowie bei den Juniorinnern vergeben. Gold ging in diesem Jahr bei den Ältesten an Lewis Holtby (wie er selbst schon vor Wochen per Twitter verkündete…), bei der U17 an Mario Götze.

Und? Genau: beide sind Gegenstand dieses Blogs. Zwei weitere der hier betrachteten Spieler, Sebastian Rudy und Lennart Hartmann, erhielten im vergangenen Jahr Silber, Richard Sukuta-Pasu Bronze. Man mag darüber streiten, ob das für die Kompetenz unserer Autoren spricht, oder ob es nur unsere Orientierung am Offensichtlichen illustriert – es handelt sich auf jeden Fall um sehr interessante Spieler mit großartigen Perspektiven. Oder etwa nicht?

Vielleicht lohnt es sich, einmal einen -oberflächlichen- Blick in die noch überschaubare Historie der Preisträger zu werfen – zumindest die Generationen 2005/06 könnten mittlerweile angedeutet haben, wie weit es mit der großartigen Perspektive her ist.

2005:

U19

Florian Müller
Der “Unioner des Jahres 2005″ versuchte sich anschließend bei den Bayern, wo er sich nicht recht durchsetzen konnte und wechselte nach einer guten Regionalligasaison in Magdeburg zu Alemannia Aachen in die zweite Liga, wo er in der Saison 2008/09 in 27 Spielen zwei Tore erzielte und eines vorbereitete, bei einem Kicker-Notenschnitt von 3,56. Seinen Marktwert beziffert transfermarkt.de auf 600.000 €.

Manuel Neuer
Der Schalker Torhüter hat seit August 2006 92 Bundesligaspiele bestritten, in der Champions League teilweise großartige Leistungen gezeigt, ist U21-Europameister 2009 und hat kürzlich sein erstes A-Länderspiel bestritten. Marktwert: 13 Mio. €.

Eugen Polanski
Bereits in der Saison 2005/06 kam er in Gladbach auf 21 Einsätze und spielte dort bis zum Abstieg 2007, bzw. bis zum Weggang von Jupp Heynckes Ende Januar 2007, eine gute Rolle, ehe er unter Jos Luhukay nur noch sporadisch zum Einsatz kam. Nach einer guten Saison in Getafe wechselte der ehemalige Kapitän der U21 im Sommer 2009 nach Mainz, wo er verletzungsbedingt noch nicht zum Einsatz kam. Marktwert: 3 Mio €.

U18

Marc-André Kruska
Von 2004 bis 2008 bestritt er in Dortmund fast 100 Bundesligaspiele und galt als Mann mit großer Perspektive im defensiven Mittelfeld. Nachdem er vom neuen Trainer Jürgen Klopp in der Hinunde 2008/09 nur noch zweimal eingewechselt wurde, wechselte Kruska zum FC Brügge. Nach 15 Spielen und der Qualifikation für die Europa League zog es ihn zurück nach Deutschland, wo er Ende August einen Vertrag beim Zweitligisten Energie Cottbus unterschrieb. Für die U21 absolvierte er 18 Spiele und war zeitweise ihr Kapitän. Marktwert: 1,5 Mio. €.

Sören Halfar
17 Bundesligaspiele bestritt Halfar von 2004-2007 für Hannover 96, ehe er zunächst auf Leihbasis und später mit regulärem Vertrag für Paderborn bis dato 35 Spiele in den Ligen 2 und 3 (5 Assists) bestritt. In der Zweitligasaison 2009/10 kam er bisher noch nicht zum Einsatz. Halfar bestritt 4 Spiele für die U21. Marktwert: 350.000 €.

Kevin-Prince Boateng
Der Prinz in Stichworten: 52 Bundesligaspiele für Hertha und Dortmund, 14 mal Premier League für Tottenham, jetzt Portsmouth. Tor des Monats Juli 2005, 6 x U21. Ebert, Spiegel, Gelb-Rot. Jetzt für Ghana. Marktwert: 3 Mio. €.

U17

Sergej Evljuskin
Der einzige doppelte Goldmedaillengewinner (2005: U17, 2006: U18) ist gleichzeitig auch der einzige Ausgezeichnete der Jahrgänge 2005-2007, der noch keinen Wikipedia-Eintrag hat. In Wolfsburg hat der langjährige Kapitän mehrerer DFB-Nachwuchsteams seit Sommer 2007 50 Regionalligaspiele bestritten, aber noch kein Bundesligaspiel. Marktwert: 100.000 €.

Daniel Halfar
Seit 2005 bestritt er für Kaiserslautern und Bielefeld 62 Bundesliga- (4 Tore) und 15 Zweitligaspiele – die ersten noch vor seinem 18. Geburtstag, genau wie das DFB-Pokal-Achtelfinale im Dezember 2005, in dem er zum entscheidenden Elfmeter antrat und verschoss. Im Juli 2007 wurde er in Kaiserslautern aus disziplinarischen Gründen suspendiert, um kurz darauf nach Bielefeld zu wechseln. In 3 Spielen für die U21 traf er zweimal; derzeit spielt er mit Bielefeld in Liga 2. Marktwert: 1,5 Millionen €.

Sebastian Tyrala
Nach sechs Bundesligaeinsätzen in der Saison 2006/07 kam danach nur noch ein weiterer hinzu, zudem 64 Regionalliga- und 7 Drittligaspiele für Borussia Dortmund II, in denen er insgesamt 10 Tore erzielte. Nach knapp 20 Einsätzen für die deutsche U19 und U20 feierte er im Dezember 2008 überraschend sein Debüt in der polnischen A-Nationalmannschaft unter Leo Beenhakker. Weitere Einsätze hatte er bisher nicht. Marktwert: 100.000 €.

2006:

U19

Kevin-Prince Boateng

Robert Fleßers
Von 2005-2007 spielte er für Gladbach 9 mal in der Bundesliga und 18 mal in der Regionalliga, 2007/08 regelmäßig in der Oberliga. In der darauffolgenden Saison kam er in Mainz zweimal in Liga 2 zum Einsatz und absolvierte 22 Regionalligaspiele, um zur laufenden Saison nach Ingolstadt zu wechseln, wo er es bis dato auf 4 Drittligaspiele brachte. Marktwert: 200.000 €.

Daniel Adlung
Von 2005 bis 2008 erzielte er in 74 Zweitligaspielen für Greuther Fürth 4 Treffer und bereitete deren 10 vor. Ein Jahr Wolfsburg brachte anschließend 20 Regionalligaeinsätze mit 3 Toren, und in bisher 3 Zweitligaspielen für Aachen hat er noch nicht getroffen. Für die deutsche U21 spielte er 5 mal und wurde 2009, allerdings ohne Einsatz in der Endrunde, Europameister. Marktwert: 500.000 €.

U18

Sergej Evljuskin

Alexander Eberlein
Nach 9 Zweitliga- und 57 Regionalligaspielen für 1860 wechselte er im Januar 2009 nach Sandhausen in die 3. Liga, wo er seither 24 Spiele bestritten hat. 60 soll eine Rückkaufoption für den Innenverteidiger besitzen. Marktwert: 300.000 €.

José-Alex Ikeng
Der aus Kamerun stammende Ikeng galt in Stuttgart als Ausnahmetalent und schien bereits im Sommer 2006 relativ nahe an der Bundesligamannschaft zu sein, ehe er einen Kreuzbandriss erlitt, der -inklusive zweitem Kreuzbandriss- eine 20-monatige Verletzungspause nach sich zog. Nach 13 Regional- und 14 Drittligaspielen wurde er beim VfB im Dezember 2008 aus disziplinarischen Gründen suspendiert und wechselte nach Bremen. Dort spielte er 18 mal in Liga 3, ehe er sich im Juli 09 den dritten Kreuzbandriss zuzog. Marktwert: 150.000 €.

U17

Lars Bender
Von 2006 bis 2009 spielte er für 1860 58 mal in der Zweiten Liga (4 Tore, 15 x Gelb) und wechselte im Sommer 2009, ein Jahr früher als ursprünglich geplant, zu Bayer Leverkusen. Er spielte 9 mal für die U19 des DFB und wurde mit ihr 2008 Europameister. Marktwert: 2,5 Mio. €.

Marko Marin
41 Bundesligaspiele (4 Tore, 14 Assists) für Gladbach und Bremen, 31 Zweitligaspiele (4/13) für Gladbach, 6 A-Länderspiele (1/1), 12 x U21, U21-Europameister, seit Sommer 2009 trägt er die Nr. 10 bei Werder Bremen. Martktwert: 11 Mio. €.

Sven Bender
Von 2006 bis 2009 spielte er für 1860 65 mal in der Zweiten Liga (1 Tor, 14 x Gelb) und wechselte im Sommer 2009 zu Borussia Dortmund, wo er bisher dreimal in der 3. Liga zum Einsatz kam. Er spielte 11 mal für die U19 des DFB und wurde mit ihr 2008 Europameister. Marktwert: 1,5 Mio. €.

2007

U19

Benedikt Höwedes
Nachdem er sein Profidebüt im Oktober 2007 in der Champions League gefeiert hatte, bestritt er  wenige Tage später auch sein erstes von mittlerweile 34 Bundesligaspielen (2 Tore) für Schalke 04. Der deutschen U21 ermöglichte er mit dem entscheidenden Tor in der Qualifikation die Teilnahme an der letztlich mit dem Titelgewinn gekrönten EM 2009. Marktwert: 6 Mio. €.

Manuel Konrad
Seit 2006 bestritt er 4 Zweitligaspiele für Freiburg und 24 Dritt- bzw. 14 Regionalligaspiele für Freiburg und Unterhaching, wo er seit Januar 09 Stammspieler in der Dritten Liga ist. Marktwert: 250.000 €.

Jérôme Boateng
In 62 Bundesligaspielen für Hertha und den HSV hat er es auf 6 Torvorlagen und 16 gelbe Karten gebracht. Die größte Anerkennung wurde ihm indes als einem der absoluten Leistungsträger der U21 beim Gewinn der Europameisterschaft 2009 zuteil, wo er, anders als beim HSV, in der Innenverteigung zum Einsatz kam. Nach heutigem Stand will er im Gegensatz zu seinem Bruder weiterhin für Deutschland spielen. Marktwert: 6,5 Mio. €.

U18

Marko Marin

Eric Maxim Choupo-Moting
Von Februar 2007 bis August 2009 bestritt er für den HSV 13 Bundesliga- und 24 Regionalligapartien, ehe er vor wenigen Tagen nach Nürnberg verliehen wurde, um mehr Bundesliga-Spielpraxis zu sammeln. Derzeit steht er im WM-Kader der U20 des DFB. Marktwert: 1 Mio. €.

Stefan Reinartz
Da er in Leverksuen keine Chance auf Bundesligaeinsätze hatte (25 Regionalligaspiele), wurde er im Januar nach Nürnberg verliehen. Dort gab er in 16 Spielen 3 Torvorlagen und stieg mit dem Club in die Bundesliga auf. Seit wenigen Wochen ist er wieder in Leverkusen und hat in der neuen Saison 1 Spiel bestritten. 2008 wurde er U19-Europameister und gehört derzeit zum Kader der U20. Marktwert: 1,5 Mio. €.

U17

Patrick Funk
In 39 Drittligaspielen hat Funk seit Sommer 2008 für den VfB Stuttgart 5 Treffer erzielt und zählt seit dieser Saison zum Bundesligakader. Er steht im vorläufigen Kader der U20 für die WM in Ägypten. Marktwert: 250.000 €.

Konstantin Rausch
Wenige Tage nach seinem 18. Geburtstag feierte er im März 2008 sein Bundesligadebüt für Hannover 96 und bestritt seither 31 Spiele, in denen er 2 Tore vorbereitete. Martktwert: 1,5 Mio. €.

Nils Teixeira
Nach 2 Regionalligaeinsätzen für Bayer Leverkusen in der vergangenen Saison wurde er zur Spielzeit 2009/10 an Kickers Offenbach ausgeliehen, wo er bisher 7 Spiele bestritten hat (davon 6 als Einwechselspieler). Gemäß dfb.de gehört er derzeit keiner Auswahlmannschaft an. Marktwert: 75.000 €.

2008

U19

Dennis Diekmeier
Nach 15 Drittligaspielen für Werder Bremen wechselte Diekmeier im Januar 2009 nach Nürnberg, wo er alle Rückrundenspiele bestritt und auch in der neuen Saison alle Spiele in Gänze absolvierte (Kicker-Notenschnit: 3,0). Er war U19-Europameister 2008 und soll in diesem Jahr an der U20-WM teilnehmen. Marktwert: 2 Mio. €.

Florian Jungwirth
Seit September 2007 hat er 42 Regionalligaspiele bestritten. Dem Zweitligakader von 1860 München gehört er seit Sommer 2008 an, wurde aber bisher nicht eingesetzt. Der ehemalige Kapitär der U19 und Europameister 2008 zählt zum vorläufigen U20-WM-Kader. Marktwert: 300.000 €.

Marcel Risse
Da er in Leverksuen nur sporadisch in der Bundesliga zum Einsatz kam (3 Spiele 2007/08), wurde er im Januar 2009 nach Nürnberg verliehen. Dort kam er in der Rückrunde 12 mal zum Einsatz, zumeist als Joker, und stieg mit dem Club in die Bundesliga auf. In der neuen Saison kam er bereits dreimal zum Einsatz. 2008 wurde Risse U19-Europameister und gehört derzeit zum Kader der U20. Marktwert: 400.000 €.

U18

Toni Kroos
33 (1 Tor, 4 Vorlagen) Bundesligaspiele für Bayern und Leverkusen, spektakuläre Europapokalauftritte bei den Bayern, “reservierte” Nr. 10, bester Spieler der U17-WM 2007, 5 U21-Einsätze (2 Tore), Marktwert: 5 Mio. €.

Sebastian Rudy
Marktwert: 800.000 €

Richard Sukuta-Pasu
Marktwert: 500.000 €

U17

Manuel Gulde
Als Innenverteidiger erzielte der Deutsche B-Jugendmeister von 2008 aus Hoffenheim in 4 U18-Länderspielen 2 Tore. In den letzten beiden Spielzeiten hatte er größeres Verletzungspech. Marktwert: 100.000 €.

Lennart Hartmann
Marktwert: 250.000 €

Shervin Radjabali Fardi
Der Außenverteidiger hat seit August 2008 21 mal für die Hertha in der Regionalliga gespielt. Derzeit gehört er dem DFB-Kader der U19 an. Marktwert: 250.000 €.

2009

U19

Lewis Holtby
Marktwert: 3 Mio. €

Konstantin Rausch

Andre Schürrle
Der Stürmer spielte in der laufenden Saison in allen vier Partien des FSV Mainz durch und gab eine Torvorlage. Er ist Deutscher A-Jugendmeister 2009 und erzielte in 11 Spielen für die U19 des DFB 4 Tore. Marktwert: 400.000 €

U18

Marco Terrazzino
Zweieinhalb Monate vor seinem 18. Geburtstag debütierte er im Januar 2009 für Hoffenheim in der Bundesliga und bestritt seither 12 Partien, allesamt als Einwechselspieler. 2008 wurde er Deutscher B-Jugend-Meister und absolvierte bisher 5 U18-Länderspiele. Marktwert: 500.000 €.

Sören Bertram
Der Mittelfeldspieler steht im Kader des HSV II, spielt aber bisher vor allem in der U 19. Er hat 15 U18-Länderspiele bestritten. Marktwert: 50.000 €.

Felix Kroos
Seit der Saison 2008/09 kam er, zumeist als Joker, bei Hansa Rostock 18 mal in der zweiten Liga und 9 mal in der Regionalliga zum Einsatz. In 28 Länderspielen für die U16-U18 erzielte er 18 Tore und zählt mittlerweile zum Kader der U19. Marktwert: 500.000 €.

U17

Mario Götze
Marktwert: 400.000 €

Reinhold Yabo
Der 17-jährige Mittelfeldspieler kam in der aktuellen Saison bereits viermal in der Regionalligamannschaft des 1. FC  Köln zum Einsatz und erzielte dabei einen Treffer. Er bestritt 27 U16/U17-Länderspiele und wurde 2009 U17-Europameister. Marktwert: 350.000 €.

Marc-André ter Steegen
Der 17-jährige Gladbacher, der neben Manuel Neuer als bisher einziger Torwart ausgezeichnet wurde, unterschrieb vor wenigen Wochen einen Profivertrag, steht aber auch noch im Kader der U19. Mit der deutschen U17 wurde er Europameister 2009. Marktwert: 100.000 €.

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Ganz offensichtlich, und letztlich erwartungsgemäß, verliefen die bisherigen Karrieren der Preisträger in hohem Maße unterschiedlich, und einige müssen sich sehr nach der Decke strecken, um sich ihre Träume erfüllen oder zumindest bewahren zu können.

Ähnliches wird im Lauf der nächsten Monate sicherlich auch für den einen oder anderen “unserer” Kandidaten gelten.

Ich möchte Profi beim HSV werden

2005 gab es den ersten Bericht über den Fußballer (damals noch 14 Jahre alt) in den Elmshorner Nachrichten. Dort wird er als realistischer, sich seiner Fähigkeiten bewusster Jugendlicher umschrieben. Als Vorbild gab er Erik Mejier an: “Erik Meijer ist ein toller Fußballer. Wenn der auf dem Platz steht, hat er so eine gewisse Körpersprache, mit der er die gesamte Mannschaft zu Höchstleistungen bringen kann.” (Quelle: Elmshorner Nachrichten 02.03.2005).
Die Überschrift des Artikels damals lautete: Am liebsten zum HSV [...]. Diesen Wunsch hat er sich schon 2005 erfüllt. Hanno Behrens wechselte vom FC Elmshorn zum HSV in die Jugend. FC Elmshorn? Da war doch was… Der FC Elmshorn wurde 2004 unter anderem aus dem Verein Raspo (Rasensport) Elmshorn gegründet. Und welcher aktuelle Spieler des HSV kommt von dort? Richtig, Collin Benjamin. Also haben wir derzeit 2 Elmshorner im Kader. Sollte Hanno den gleichen Weg wie Collin einschlagen, dann wird er noch lange dem Verein erhalten bleiben. Benjamin ist der dienstälteste Profi.

Seine Saisons beim HSV
Nachdem er in der A Jugend beim HSV gespielt hat, spielte er ab 2008/2009 in der zweiten des HSV. In dem Jahr machte er 18 von 34 Spiele in der Regionalliga Nord. Die Ausbeute an Minuten war 37,45% (1146 von 3060). 2 Tore hat er in diesen kurzen Einsatzzeiten geschossen.

Für die neue Saison stellte er seine Ansprüche klar: Ich möchte Profi beim HSV werden.

Dieser Anspruch wurde dann auch prompt erfüllt: Hanno Behrens erhielt einen Profivertrag beim HSV.
Er nahm dann auch am Trainingslager in Längenfeld teil. Ein kleiner Auszug daraus:

Eigentlich war Hanno Behrens im richtigen Moment am richtigen Ort. Die Spieler des HSV sollten in einem abgesteckten Feld in hohem Tempo wild durcheinander laufen und auf Kommando von Assistenztrainer Eddy Sözer möglichst zügig Dreiergruppen bilden. Der Erste in der Bauchlage auf dem Rasen, der Zweite im festen Stand, der Dritte Huckepack obenauf. Behrens, 19 Jahre alt und zum ersten Mal bei den Profis dabei, hatte zwei Partner ausgemacht. Doch als er zum Sprung ansetzen wollte, preschte David Jarolim dazwischen, schubste den Nachwuchsmann kurzerhand zur Seite und hüpfte seinerseits breit grinsend auf den Rücken des Kollegen. Behrens blieb übrig, maulte aber nicht, sondern absolvierte ohne zu zögern die „Strafe“ in Form von Liegestützen.
(Quelle: welt.de)

Nach Ende des Trainingslagers war dann aber schnell klar, dass es zu einem festen Platz im Profikader nicht reichen wird. Auf seiner Position (Defensives Mittelfeld) tummeln sich allerdings Namen wie David Jarolim, Zé Roberto, Robert Tesche und Mikael Tavares. Verständlich, dass diese Position nicht sofort mit einem 19 jährigen besetzt wird.

Daher startet er diese Saison erneut mit der zweiten des HSV. Die ersten vier Spielen war er nicht dabei, da habe ich mir schon Gedanken gemacht, ob er vielleicht verletzt ist. Aber in den letzten beiden Spielen hat er nicht nur gespielt, sondern auch jeweils ein wichtiges Tor geschossen. Gegen die zweite von Hansa Rostock schoß er das 1:0. Am nächsten Spieltag gegen den Tabellenletzten VFC Plauen schoß er in der 82. Minute in einem schlechten Spiel das 1:1.

Die letzten beiden Spiele machen Hoffnung, dass er weiter zur Stammelf der zweiten gehört.

Die nächste Stufe, ein festen Platz im Kader des HSV an einem Spieltag, hat er noch nicht genommen. Aber sollte dies passieren, werdet ihr die ersten sein, die das erfahren.

Wie wichtig das interne Stadtduell in Hamburg ist, hat er hier schonmal bewiesen: FIFA 09: Max Kruse (FCSP) vs Hanno Behrens (HSV II)

Auch ohne Mario erfolgreich

Zwei Tage nach dem 3:1 gegen den 1.FC Köln kamen die A-Junioren aus Dortmund in Bochum zu einem 2:0 und machten damit den Traumstart von 12 Punkten in vier Spielen komplett. Leider war das Nachwuchstalent nur auf dem Zuschauerplätzen aktiv, da ihn seine Zerrung am Einsatz hinderte. Eine Woche hat er Zeit fit zu werden, um im nächsten Spiel gegen Bielefeld wieder als Spielmacher zu überzeugen.

Es ist immer schwer von außen zu sehen, dass die Jungs auch ohne ihn zurechtkommen. Mit dem vierten Sieg in Folge zeigte der BVB aber, dass der sportliche Erfolg nicht nur an den intelligenten Aktionen von Mario liegt.
Aber das ist ja auch gut so, denn Fussball ist ein Mannschaftssport und elf Spieler gewinnen die Punkte nicht einer. Und solange der Sturmpartner von Mario Götze weiter so zuverlässig trifft, ist das auch gut für Mario wenn er wieder fit ist. In einer funktionierenden Mannschaft hat es der Spielmacher sicherlich leichter wieder zu seiner Stärke zu finden. Vielleicht kann er gegen Bielefeld beweisen, dass seine Anwesenheit auf dem Platz, das Dortmunder Spiel mehr als nur bereichert.

Lennart Hartmann, Hertha BSC

Lennart Hartmann ist seit 03. April 2009 18 Jahre alt und bereits seit Juli 2008  im Profi-Kader von Hertha BSC. Außerdem stammt er aus der Jugendakademie des Berliner Clubs und weckt damit einige Erwartungen, die sich an ein “Eigengewächs” auf dem Weg in den Profi-Kader richten. Damit ist er für das Projekt 18mal18 prädestiniert.
Lennart Hartmann - Hertha BSC

Als zentraler Mittelfeldspieler bekleidet Lennart Hartmann eine Position im Fußball, die nicht nur taktisch von höchster Bedeutung ist, sondern seit je her besondere Anforderungen mit sich bringt. Wie er zu seiner Rolle im Mittelfeld gekommen ist, weiß Lennart bereits mit 14 Jahren zu berichten:

Früher hab ich Sturm gespielt und mein Trainer hat mich dann ins Mittelfeld gestellt.

Wenn ein junger Spieler über die körperlichen, technischen und strategischen Voraussetzungen verfügt, um sich auf dieser Position durchzusetzen, ist ihm in der Regel besondere Wertschätzung sicher. Auf der anderen Seite ist der Wettbewerb im zentralen Mittelfeld für besonders einen jungen Spieler unglaublich groß. Objektiv mag man dagegen halten, dass der Konkurrenzkampf auf den anderen Positionen nicht geringer sein wird. Aber sicher ist auf jeden Fall, dass von der Position im zentralen Mittelfeld eine “gewisse Magie” ausgeht, mit der höchstens noch die Stürmer konkurrieren können. Stürmer oder Spielmacher einer Profimannschaft zu werden, das ist wohl der Kindheitstraum der meisten kickenden Jungs (und älteren Amateure…).

Zweifelsfrei ist Lennart Hartmann ein überdurchschnittlich begabter Fußballer. Auch hier kann man den 14-jährigen “Lenni” zitieren:

Technisch bin ich sehr gut und ich habe eine gute Spielübersetzung. Torvorlagen gelingen mir häufig auch ganz gut.

Das hat auch heute noch seine Richtigkeit, wofür unter anderem die Fritz-Walter-Medaille in Silber spricht, die Hartmann 2008 im Jahrgang der U17 verliehen wurde. In der Jugendausbildung ist Lennart der erste Spieler, der direkt aus der B-Jugend zu den Profis wechselte, ohne vorher ein Spiel bei der U23 bestritten zu haben. Öffentlich wirksamer war jedoch, dass er am 17. August 2008 beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt sein Debüt in der Bundesliga gegeben hat und mit 17 Jahren, 4 Monaten und 14 Tagen jüngster Bundesliga-Spieler für Hertha BSC wurde.

Quantifizierbare Außergewöhnlichkeiten wie diese, lassen den Beobachter schnell eine Karriere ersinnen, die auf der Ebene eines Zinedine Zidanes endet. Nun, bis dahin ist es ein weiter und beschwerlicher Weg. Und noch ist gar nicht gesagt, ob Lennart Hartmann mehr erreichen wird, als seine bisher in zwei Partien gesammelten 34 Minuten Bundesligaerfahrung. Tatsächlich hat er trotzt bester Voraussetzungen nicht häufiger in der Bundesliga gespielt. Dazu fasste Daniel in seinem Saison-Fazit zusammen:

Doch die paar Einsätze – und natürlich die tägliche Trainingsarbeit – haben gereicht, um Lucien Favre zu überzeugen. Hartmann ist einer der aussichtsreichen Kandidaten auf mehr als nur den Rang eines Reservisten. Als 18-Jähriger nicht die schlechtesten Aussichten.

Es hat für Lennart Hartmann also nicht auf Anhieb geklappt, sich im Profikader zu etablieren. Gründe dafür gibt es viele. Und es wird unsere Aufgabe sein, diese Gründe im Verlauf der aktuellen Saison näher zu beleuchten.

An dieser Stelle bleibt erst einmal fest zu halten, dass der Sprung vom verheißungsvollen Amateur zum Bundesliga-Spieler unglaublich groß ist und viel Stoff für tragische und dramatische Geschichten bietet. Lennart Hartmann hat allerdings das größte Potential im aktuellen Kader und wird auch in dieser Spielzeit wieder versuchen, die Hürde zu überwinden. Wir wollen ihn dabei begleiten.

Text: Enno Aljets, Foto (cc): Steindy.

Erster Rückschlag für Mario Götze

In einem auf den 28.08.2009 vorgezogenem Spiel gegen den 1.FC Köln zog sich Mario Götze schon in der 14. Minute eine Oberschenkelzerrung zu. Somit hatte er sportlich keine Möglichkeit sich weiter für den Profibereich zu empfehlen. Die Art der Verletzung lässt mich und alle Fussballkenner hoffen, dass er schnell auf der Bühne des wohl schönsten Spiels zurück ist. In der Regel sollte eine Oberschenkelzerrung binnen drei Wochen auskuriert sein. Für Mario sollte das heißen, dass er spätestens beim Spiel am 26.09.2009 bei SCB Viktoria Köln wieder im Kader ist. Ich hoffe das ihm vier Wochen reichen, um an seine bisherigen Saisonleistungen anzuknüpfen.

Zum Spiel gegen Köln ist zu sagen, dass die Dortmunder wie die Feuerwehr loslegten und bereits in der 6. Minute in Führung gingen.  Wieder war es das in dieser Saison schon oft so gut harmonierende Offensivduo Götze – Stiepermann, wobei letzterer erfolgreich war. Die Dortmunder Jungs kontrollierten die Partie über weite Strecken und hätten schnell die Führung erhöhen können. Erst kurz nach dem Wiederanpfiff war es Paurevic der auf 2:0 erhöhte. Es wurde zwar mit dem Kölner Anschluss noch einmal eng, aber in der Schlussphase sorgte der BVB mit dem 3:1 für klare Verhältnisse.

Das Leid eines Talentes könnte die Verletzungsanfälligkeit sein. Viele Spieler haben in der Hochphase ihres sportlichen Schaffens durch eine Verletzung komplett den Faden verloren und dürfen jetzt in der der Regionalliga zeigen dass sie von einem Bundesligisten ausgebildet wurden. Bei Mario bleibt zu hoffen, dass er ein robuster Spielmacher ist und er schnell und gut erholt ins Team zurückkommt.

Auf jeden Fall wünsche ich dem symphatischen Techniker gute Besserung und schnelle Genesung.

Rudy debütiert in der U21

Am vergangenen Freitag fand das erste EM-Qualifikationsspiel der neuen U21 statt. Beim standesgemäßen 6:0 gegen San Marino kam Sebastian Rudy in den letzten 12 Minuten zum Einsatz und feierte damit sein Debüt in der ältesten DFB-Nachwuchsmannschaft. Rudy ist gegenwärtig der jüngste Spieler im Kader der U21 und gemeinsam mit Toni Kroos der einzige des Jahrgangs 1990. Beide könnten, wie auch die 1989 geborenen Mannschaftskollegen, noch an der in wenigen Wochen stattfindenden U20-WM in Ägypten teilnehmen.

Wenige Tage nach seinem Debüt saß Sebastian Rudy beim Spiel gegen Tschechien indes nur auf der Tribüne. Das zweite EM-Qualifikationsspiel ging mit 1:2 verloren, was sicherlich nur zum Teil an Rudys Fehlen lag…